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Vorstand
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05. Nov. 2021
In Was mir am Herzen liegt
Hallo an alle Mitgliedsbetriebe, der unten stehende Text wurde von mir zum Thema Zukunftsthemen - Erarbeitung von Strategien, anstehende Aufgaben erkennen, Wege finden, Selbsterkenntnis, Mitarbeiter mitnehmen - im Vorstandsbereich formuliert. Anlass sind unsere Planungen für Themen 2022 und wie wir Sie umsetzen wollen, so dass alle Mitgliedsbetriebe einen Mehrwert für sich haben. Der Vorstand möchte Euch mehr in die Diskussion einbinden und Eure Meinungen erfahren, wo wir nächstes Jahr mit wegweisenden und "augenöffnenden" Workshops beginnen wollen. Hallo Vorstandsmitglieder, die aktuellen Ereignisse in Sachsen lassen uns gerade wenig an Zukunftsthemen denken, vielmehr beschäftigt uns die Realität. Ich mache mir wenig Illusionen. Die 12,- € Mindestlohn werden wir nur über Preissteigerungen reinholen, mit allen Konsequenzen, die es haben wird. Warum? Seit 2014 haben wir mit stetigen Preissteigerungen unseren Mitarbeitern signalisiert, dass stets der Kunde mit höheren Preisen die Problemlösung bezahlt. Trinkgelder sind nicht geringer geworden, sie sind nach Corona eher noch gestiegen (Durchschnitt je Kunde). Wie sollen wir jetzt unseren Mitarbeitern deutlich machen, dass wir eine andere Strategie zur Meisterung der anstehenden Aufgaben brauchen? Uns fehlt hier die Glaubwürdigkeit, bisher ging es ja auch anders. Sicher haben in den vergangenen Jahren einzelne Mitarbeiter durch unsere Schulungen erkannt, dass die Lösungen auch an andere Stelle liegen können (Preistreue, etc.). Aber leider nicht alle. Aktuell stelle ich fest, dass die Probleme bei uns mehr bei den 20-30jährigen liegen, die in einer Zeit des Wachstums und der Unbeschwertheit groß geworden sind. Sie hinterfragen derzeit viel mehr die Sinnhaftigkeit Ihres Handelns und vor allem den Wert Ihrer Arbeit. Wir verlieren derzeit auch einen Teil der Mitarbeiterinnen, zum Einen durch innere Abwesenheit, lange Krankschreibungen, zum Anderen durch Aufhebungsverträge. Wir haben Sie selbst ausgebildet, die aber mit den Ihnen gebotenen Möglichkeiten im Dienstleistungssektor -Lohn Friseur, Arbeitszeiten, stressende Kunden, Personalknappheit in den Salons- (hier erinnere ich an die Durchschnittszahl Mitarbeiterinnen pro Salon) nicht mehr zurecht kommen. Auch das Denken ‚Wenn nicht hier arbeiten, dann gehe ich eben woanders hin‘ macht es für uns schwer, Forderungen zu stellen. Und an genau dieser Stelle möchte ich derzeit ansetzen. Mir persönlich hilft derzeit kein Peter Lehmann weiter, der mir erklärt was ich eh schon weiß. Ein individuelles Programm für Mitarbeiter bietet mir derzeit die AOK an. Wir haben im ersten Step Workshops in kleinen Gruppen mit den Salonleitern durchgeführt und werden diese weiter ausbauen. Zusätzlich bieten wir diese allen Mitarbeitern auf freiwilliger Basis an. Was sind die Themen? - Turbulente Zeiten souverän meistern - Grundlagen zum Thema Stress und Resilienz - Teams – Verständnis ihrer Wirkung auf Erfolg und Misserfolg im Umgang miteinander Umgesetzt werden Sie von einer freischaffenden Beraterin für Gesundheitsmanagment, Training und Coaching. Hier sehe ich im Moment das größte Potenzial, die Mitarbeiter/innen wieder aufzufangen und auf eine Reise vorzubereiten. Das Ziel kennen sie bereits aus der Vergangenheit, der bisherige einfache Weg (massive Preiserhöhung) ist ihnen bekannt, macht ihnen aber Angst aufgrund der Dimension. Sie haben auch erkannt, das dieses Ziel zu mehr Geld führt, aber sie wieder mit dem Niveau Mindestlohn in Verbindung bleiben. Das demotiviert. Und dann erkaufen wir uns das Ziel mit dem harten Weg des Unmutes der Kunden, der Angst vor Versetzung, Salonschließung. Die Balance zwischen der harten Realität des Geschäfts und dem gemeinsamen Weg mit den Mitarbeiter/innen zu finden, sehe ich als meine Hauptaufgabe und benötige dabei Unterstützung. Auch wir GF müssen einen Weg finden, positiv zu denken, Perfektionismus müssen wir hinterfragen, Perspektiven wechseln und uns und die Branche anders organisieren. Ich habe leider keine Idee, wer diese Themen moderieren könnte. Für mich sollte es aber nicht unbedingt jemand sein, der nur die Friseurbranche kennt. Horizonte erweitern wir nur bei dem Blick über den Tellerrand. ….zwanzig Minuten später: Ich sende Euch diesen Link mit: https://www.youtube.com/watch?v=RIinWvteCJE. Ich denke, bei Dieter Lange könnte doch ein Schlüssel, liegen, Wege zu finden. Über die zu lösenden Thematiken in der Organisation sollten wir uns am 22.11. (Vorstandssitzung) nochmal grundlegend unterhalten. Liebe Mitglieder, wenn wir aus Euren Zuarbeiten einen Plan entwickelt haben, können wir Anfragen starten und uns über die Kosten für die einzelnen Mitglieder im Klaren werden. Es darf keine Eliteveranstaltung werden, wir müssen hier ALLE Mitgliedsbetriebe versuchen abzuholen!
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